Die Schlauchpflanzen (Sarracenia), auch Trompetenpflanzen oder Trompetenblatt, sind eine aus 8 Arten bestehende Gattung. Die Gattung wurde nach den Naturforscher Michel Sarrazin benannt.

Schlauchpflanzen sind fleischfressende Pflanzen die vor allem im Osten und Südosten der USA verbreitet sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt folgende Arten:

 

Grundsätzlich werden alle Arten ähnlich kultiviert.

Ich habe außer Sarracenia psittacina alle Arten und aauch einige Hybriden.

 

Bei mir wachsen sie in reinem Torf in meinem Moorbeet, die meisten in voller Sonne. Wichtig ist jedoch, daß das Substrat immer feucht ist.

 

Sarracenia purpurea wächst bei mir aber auch am Teichrand, kommt also auch mit nährstoffreicheren Substrat zurecht.

 

Im Winter bekommen bei mir S. leucophylla und S. oreophila eine leichte Abdechung aus gartenflies und zweigen. Dann gibt es auch bei -20° C keine Probleme. allerdinsg haben heuer (2012) die meisten arten erst sehr spät ausgetrieben, so daß selbst im Juli erst wenige neue Schläuche ausgebildet waren.

 



 

 

Sarracenia flava

 

Diese Art kommt vor allem an der Süd-Ostküste der USA vor.

Meiner Meinung nach eine robuste Sarracene. Sie wird mit bis zu 100 cm sehr hoch, erreicht bei mir aber nur eine Schlauchhöhe von ca. 50 cm.

Sie ist starkwüchsig und bildet größere Horste.

Im Mai kommen große gelbe Blüten, die sehr außergewöhnlich sind.
Parallel dazu treiben die neuen Schläuche aus. 
Das besondere Kennzeichen der Pflanze sind die

Diese sind im Herbst dann meist bis oben hin mit Insekten gefüllt. Dann sterben die Schläuche ab und werden dann durch 20 - 40 cm lange Phyllodien ersetzt. Das sind schmale lange Blätter.

Es gibt unterschiedliche Unterarten.

 

In der Kultur habe ich sie ca. seit  2006.

Diese Art ist gut für Anfänger geeignet. Wichtig ist natürlich Feuchtigkeit und ein sonniger Standort.

Im Winter übersteht sie Frost bei -20 °C ohne Probleme.

Wenn die Schläuche voll mit Insekten sind, knicken sie manchmal ab.

Sarracenia flava rubicorpa

 

Eine Unterart mit rötlichen Schläuchen.

 

In der Kultur habe ich sie ca. seit  2012.

 

Im Winter übersteht sie Frost bei -20 °C ohne Probleme.

 

Sarracenia flava black tube

 

Eine Unterart mit dunklen Schläuchen.

 

In der Kultur habe ich sie ca. seit  2012.

 

Im Winter übersteht sie Frost bei -20 °C ohne Probleme.

 

Sarracenia leucophylla - die weiße Schlauchpflanze

 

Diese Art kommt vor allem im Südwesten der USA vor. Daher gilt sie auch nur bedingt als winterhart.

Ich kann das bestätigen, denn ich habe diese wunderschöne Sarracene immer wieder verloren. Jetzt decke ich sie im Winter mit Flies und Zweigen ab und
habe sie schon drei Jahre.

Meiner Meinung nach einer der schönsten Sarracenen. Leider kommen immer nur wenig Schläuche und auch die Horste werden nur leicht größer, und bisher war es nix mit teilen.

Im Juni kommen handgroße, braunrote Blüten, die sehr außergewöhnlich
sind. Parallel dazu treiben die neuen Schläuche aus. Bei mir werden sie bisher ca. cm hoch.

Diese sind im Herbst dann meist bis oben hin mit Insekten gefüllt.

 

Seit 2010 wächst sie nun im Moorbeet. Habe auch noch zwei kleiner, die durch die Abdeckung auch gut über den Winter kamen. .

Diese Art ist weniger für Anfänger geeignet.

2013 blühte sie endlich das erste Mal. Ich schätze, daß die Pflanze
mindestens 5 Jahre alt war.

Etwas überraschend ist, dass die typischen weißen "Adern" 2013 fehlen.

Sarracenia oreophila
(grüne Schlauchpflanze)

 

Diese Art kommt vor allem in Nordamerika vor. Die Pflanze bevorzugt als Standort schattige Plätze auf feuchten Wiesen, Sandbänken oder Sümpfen von Flüssen oder Seen. Die Standorte können im Sommer völlig austrocknen. Das kann diese Art überstehen.

Sie ist in der Natur die seltenste Art.

Diese Pflanze hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Sarracenia flava, bleibt jedoch kleiner. Die
Schläuche werden max. 70 cm hoch und besitzen eine gelbgrüne Farbe.

Die Blüten sind cremegelb.

Ich habe diese Art ca. seit 2011. Damals war sie wohl schon drei Jahre alt. Anfang Juni 2013 blüht sie nun zum ersten Mal.

Sie gilt als etwas heikel, bei mir zeigt sie sich aber robust. Die Schläuche knicken
allerdings leicht um und ich binde sie daher fest.

Den Winter übersteht sie ohne Schutz problemlos.

Sarracenia pupurea

 

Diese Art kommt vor allem in Nordamerika vor. Sie ist auch in Kanada verbreitet.
Eingebürgert ist sie allerdings auch in der Schweiz.

Meiner Meinung nach einer der robustesten Sarracenen. Ich habe sie über Jahre
hinweg einfach am Teichrand kultiviert. Das hat ihr gereicht. Im Moorbeet bildet
sie große Horste, bei mir mit 50 cm Durchmesser, dann muss ich aus Platzgründen
teilen.



Im Mai kommen große, braunrote Blüten, die sehr außergewöhnlich sind. Parallel
dazu treiben die neuen Schläuche aus.

Diese sind im Herbst dann meist bis oben hin mit Insekten gefüllt.

Es gibt unterschiedliche Formen. Ich habe eine kleinere, mit Schläuchen die nur ca. 15-20 cm lang werden und eine größere Form, deren Schläuche bis zu 30 cm lang sind.

Im Moorbeet entdecke ich laufend Sämlinge.

 

In der Kultur habe ich sie ca. seit 2000.

Diese Art ist ideal für Anfänger geeignet. Wichtig ist natürlich Feuchtigkeit,
wobei diese Art auch hier recht tolerant ist.

Im Winter übersteht sie Frost bei -25 °C ohne Probleme.

Sar purpurea smurf. Die Schlauchenden sehen wie eine Zipfelmütze aus. (leider sehr mitgenommen, da sie vom Frost aus dem Substrat gedrückt worden war und so beschädigt wurde.) Bin gespannt ob sie überlebt. 5.13

Sarracenia ruba

 

Diese Art kommt vor allem an der Ostküste der USA vor.

Meiner Meinung nach eine robuste Sarracene. Allerdings wird sie mit ca.
30 cm Höhe nicht ganz so hoch. (Unterarten sollen angeblich bis 80 cm hoch werden).

Sie ist nicht so starkwüchsig und bildet eher kleine Horste.

Im Mai kommen braunrote Blüten, die sehr außergewöhnlich sind. Parallel dazu treiben die neuen Schläuche aus. Das besondere Kennzeichen der Schläuche ist die braune Aderung der Schläuche.

Diese sind im Herbst dann meist bis oben hin mit Insekten gefüllt.

Es gibt unterschiedliche Unterarten.

 

In der Kultur habe ich sie ca. seit  2006.

Diese Art ist gut für Anfänger geeignet. Wichtig ist natürlich Feuchtigkeit und ein sonniger Standort.

Im Winter übersteht sie Frost bei -15 °C ohne Probleme.

 

 

Blüte der sarracenia ruba